Reiner Knizia, der Autor dieses Spiels, ist mir in den letzten drei Jahren durch Spiele wie Medici, Nuba oder Attacke aufgefallen.
Auch Tutanchamun und Am Fuß des Kilimandscharo stammen aus seiner Feder.
Ob er mit Members only, das ebenfalls dieses Jahr erschienen ist, sein Pulver schon verschossen hatte, weiß ich nicht.
Vegas jedenfalls kann den anderen Spielen von Knizia bei weitem nicht das Wasser reichen.
| Vegas | |
|---|---|
| Verlag | Ravensburger |
| Autor | Reiner Knizia |
| Spieler | 2 bis 4 |
| Alter | ab 12 Jahren |
| Wertung | |
| Norbert Fell | ![]() |
| Hanni Fell | ![]() |
Es handelt sich um ein nahezu reines Glücksspiel. Der Spielplan soll ein Casino mit insgesamt 14 Spieltischen darstellen. Jeder Spieler würfelt nun reihum und kann an diesen Tischen Jetons plazieren. Wer bei deren Abrechnung die Mehrheit an einem Spieltisch besitzt, gewinnt einen Gewinnchip. Sieger ist der Spieler mit den meisten Gewinnpunkten. Die einzige Auflockerung im würfelnden Einerlei bieten Kartensätze, mit denen jeder Spieler, zusätzlich zum normalen Spielablauf, Aktionen durchführen kann. Dagegen rettet die Regel für Profis dieses Spiel auch nicht mehr, denn eine Entscheidung über den Rauswurf eines Mitspielers an einem der Spieltische per Würfelduell herbeizuführen, halte ich in einem Spiel, bei dem die Spieler sowieso die meiste Zeit mit Würfeln verbringen, für recht einfallslos.
Wir haben dieses Spiel mehrmals in unterschiedlicher Runde getestet. Aber jede anfängliche Euphorie, die durch die ansprechende Ausstattung hervorgerufen wurde, ebbte während den ersten Runden ganz schnell ab. Keiner der Mitspieler war bereit, dieses Spiel nochmals zu testen. Abschließend bleibt zu sagen, daß das Einzige was an dieser, mal wieder viel zu groß geratenen, Mogelpackung stimmt, der Gesichtsausdruck der darauf abgebildeten mittleren Personen ist. Die verströmen nämlich gähnende Langeweile.
NORBERT FELL