Sternenhimmel

sternen.jpg 15 KBAstrologie, Astronomie oder das Märchen von den Sterntalern, was verbirgt sich hinter dem Namen? Nun, von allem etwas. Die zwölf Sternzeichen bilden in Form von Scheiben, auf denen die sie formenden Sterne abgebildet sind, die Spielbretter. Unter den Spielsteinen hingegen befinden sich neben normalen Sternen mit verschiedenen Punktzahlen so geheimnisvolle Himmelserscheinungen, wie Doppelsterne und schwarze Löcher. Die Prämien schließlich, die nach Vollendung jedes Sternzeichens ausgezahlt werden, erhält man in Form von Sterntalern. Und astro-logisch gewinnt am Ende natürlich der mit den meisten Himmelskies.

Sternenhimmel
Verlag Goldsieber
Autor Tom Schoeps
Spieler 3 bis 5
Alter ab 8 Jahren
Wertung
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Volker Uerlings vier.gif 1 KB

Die zwölf Spielpläne werden gemischt und verdeckt als Stapel auf den Tisch gelegt. Es werden jeweils so viele Sternzeichen offen hingelegt, wie Mitspieler beteiligt sind. Vom Stapel wird nach Vollendung eines Sternzeichens jeweils ein neues aufgedeckt, bis alle Bretter gespielt sind. Auf den Scheiben sind durch Linien verbunden zwei unterschiedliche Arten von Sternen dargestellt, solche auf denen die Spielsteine offen und solche auf denen sie verdeckt abgelegt werden müssen. Die Spielsteine selbst sind mit verschiedenen Werten versehen. Daneben gibt es noch Sondersteine ohne direkten Wert. Die Spieler setzen die Steine einzeln nacheinander auf freie Sternfelder. Sind alle Felder eines Spielplans besetzt, wird dieses Sternbild abgerechnet. Die ersten beiden, d.h. diejenigen Spieler, die die Sterne mit den meisten Punkten auf einem Sternzeichen stehen haben bekommen Prämien, die auf den Brettern aufgedruckt sind. Jedoch muß der jeweilige Sieger allen weiteren Mitspielen, die Steine auf dem Brett haben pro Stern einen Sterntaler auszahlen. Dies kann besonders bei Brettern mit vielen Sternen dazu führen, daß der zweite mehr bekommt als der erste. Taktisches Geschick und etwas Gespür für die verdeckten Steine sind deshalb gefragt.

Daneben verlangt das Spiel auch ein gewisses Maß an Raffinesse und die Fähigkeit andere zu bluffen. Besonders der geschickte Einsatz der Sondersteine erlaubt es, die lieben Mitspieler hereinzulegen. Doppelsterne besitzen für sich zwar keinen Punktwert, verdoppeln aber alle Steine, die auf den Verbindungslinien benachbart sind. Schwarze Löcher hingegen schlucken - fast wie im richtigen Himmel - alle benachbarten Steine. Diese werden dann vor der Abrechnung vom Brett entfernt. Sind jedoch zwei oder mehrere schwarze Löcher benachbart, so löschen sie sich gegenseitig aus. Auch schwarze Löcher ergeben keine Wertungspunkte. Ebenso wie Doppelsterne zählen sie jedoch als Steine. Bei Punktegleichstand zweier Spieler und für diejenigen, die nicht erster oder zweiter bei der Abrechnung werden, sind sie deshalb dennoch wichtig. Zur Abrechnung werden zunächst die verdeckten Spielsteine umgedreht. Dann werden alle Steine vom Brett genommen, die neben schwarzen Löchern liegen, es sei denn zwei oder mehrere schwarze Löcher vernichten sich gegenseitig. Dann werden diese entfernt. Schließlich werden die Punkte der einzelnen Spieler addiert, wobei die Punkte von Sternen, die neben Doppelsternen liegen verdoppelt werden. Gibt es keinen eindeutigen Sieger, so erhalten alle Spieler so viel Steine, wie sie Sterne auf dem Brett haben. Diese Regel kann dazu führen, daß man trotz hohen Einsatzes an Steinen auf großen Bildern nur spärliche Prämien bekommt.

Sternenhimmel ist ein wirklich tolles Spiel, das trotz einfacher Regeln viele Varianten bietet. Für mich persönlich ist es das Spiel des Jahres.

FRANZ HAEGEL


Ausgepackt!
Mister X e.V.