Medici

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Der Untertitel zu diesem Spiel lautet Reichtum, Macht und Ehre im alten Florenz. Dort gelangte im 15. Jahrhundert der Handel zur Blüte. Entsprechend dreht sich bei diesem Spiel auch alles um Ankauf und Verkauf, um Vermögen und Monopole. Zwei Wege stehen zur Verfügung, um in der Vermögensskala möglichst weit nach oben zu klettern, nämlich der günstigste Ankauf möglichst wertvoller Waren und die Beherrschung des Handels bestimmter Güter. Die Waren werden zunächst in Form von Karten verschiedener Werte versteigert. Der Startspieler deckt die oberste Karte eines Stapels auf. Diese kann nun von allen Spielern beginnend mit dem linken Nachbarn, eine Runde lang ersteigert werden, wenn nicht der Startspieler noch ein oder zwei Karten mehr aufdeckt. Dann können die Waren nur als Paket ersteigert werden, d.h., um an begehrte Karten zu kommen, muß man manchmal auch weniger wertvolle Waren erwerben. Sind die ersten ein, zwei oder drei Karten versteigert oder, wenn keiner bietet, aus dem Spiel genommen, deckt der nächste Spieler nach dem gleichen Verfahren die Karten auf. Dies wird fortgeführt bis je sechs Karten pro Mitspieler angeboten wurden. Bisweilen kann es vorkommen, daß ein Mitspieler nicht steigern kann, da jeder maximal fünf Karten auf der Hand haben darf. Auch sind keine Schulden möglich. Ist das Startkapital verzehrt, kann man keine Karten mehr erwerben.

Medici
Verlag Amigo
Autor Reiner Knizia
Spieler 3 bis 6
Alter ab 10 Jahren
Wertung
Franz Haegel fuenf.gif 1 KB
Dirk Horster fuenf.gif 1 KB

Nach der Versteigerung werden die Werte aller Waren zusammengezählt. Derjenige mit den höchsten Karten gewinnt die Runde und steigt auf der Vermögensskala um eine bestimmte Punktzahl auf. Der zweite und alle weiteren außer dem letzten erhalten entsprechend weniger Punkte. Bei Punktegleichstand wird geteilt. Der letzte erhält nichts. Jedoch kann er wie alle anderen noch Punkte für bestimmte Waren bekommen. Für jede Karte einer Ware darf man innerhalb des entsprechenden Kontors um ein Feld aufsteigen. Für jede der fünf Waren, Metalle, Porzellan, Farben, Tuche und Gewürze wird getrennt gewertet. Der erste in jedem Kontor erhält 10 der zweite fünf Punkte. Auf den obersten beiden der acht Stufen erhält man 20 bzw. 10 Punkte extra. Nach der dritten Runde ist das Spiel beendet. Die Waren haben die Werte null bis fünf. Eine neutrale Karte mit zehn Punkten bringt zwar beim Gesamtwarenwert fast schon allein den Sieg in einer Runde. Diese Karte wird jedoch nicht für die Kontore gerechnet.

Medici ist ein schönes Spiel, das taktisches Geschick und Glück ausgewogen berücksichtigt. Wichtig bei diesem Spiel ist es im richtigen Moment zuzuschlagen, denn ein zu früher Einkauf von vielen Karten kann verhindern, daß man noch bessere bekommt. Zu langes Warten kann aber wiederum dazu führen, daß man nur noch Schrott bekommt. Zudem sollte man besonders als derjenige, der die Karten aufdeckt, stets auch ein Auge auf die Begehrlichkeiten der Mitspieler haben.

FRANZ HAEGEL


Ausgepackt!
Mister X e.V.