Am Fuss des Kilimanscharo

kili.jpg 8 KB Der schneebedeckte Gipfel des Kilimandscharo ist in Sicht, und zwei bis vier Spieler müssen sich durch den Dschungel zum Fuß des Berges durchkämpfen. In der unwirtlichen Gegend können die Spieler auf einem Floß den Fluß befahren, störrische Maultiere treiben, das Dickicht mit der Machete niederschlagen oder den Jeep benutzen. Savannen- und Dschungellandschaften wechseln einander ab, und auch ein Fluß schlängelt sich mit seinen Stromschnellen durch den Urwald.

Am Fuss des
Kilimandscharo
Verlag Hans im Glück
Autor Reiner Knizia
Spieler 2 bis 4
Alter ab 7 Jahren
Wertung
Oliver Wolff vier.gif 1 KB
Dirk Horster drei.gif 1 KB

Dies klingt nach einem der üblichen Spiele und macht nicht unbedingt Lust auf mehr. Die Verpackung ist ebenfalls nicht gerade einladend, aber Am Fuss des Kilimandscharo ist ein exzellentes Spiel, daß seine Raffinessen erst während einer Partie erkennen läßt. Man bewegt sich mit Hilfe von Karten, die Symbole und Zahlen tragen, fort. Ob man seine Karten dazu benutzt, um selber schneller voranzukommen, oder einem der Gegner ein Schnippchen schlägt, ist eher eine taktische Frage. Die Symbole, gepaart mit Zahlen, schreiben vor, wie weit man gehen darf, beziehungsweise muß. Keine Partie ist wie die andere, dafür sorgen Ereignisplättchen, die vor dem Spiel von den Akteuren auf dem harten Plan mit 100 Feldern verdeckt ausgelegt werden. Und man kennt natürlich nur die eigenen und kann bei einem Fehltritt durch einen Löwen ins letzte Dorf zurückgejagt werden, oder man muß mit einer anderen Expeditionsgruppe tauschen. Allerdings gibt es auch Nahrung, die solche Kraft gibt, daß man die doppelte Feldzahl vorrücken darf.

Ein besonderes Lob gebührt der Spielanleitung, die nicht vom Wesentlichen ablenkt. Der/die Leserin wird über nichts im Unklaren gelassen. Auch nach einer längeren Spielpause bekommt man innerhalb kürzester Zeit einen überblick über das Regelwerk. Am Fuss des Kilimandscharo paßt nicht in die üblichen Klischees und ist ein gelungenes Spiel, das sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen Gefallen finden dürfte. Es bietet zwar keine ausgesprochene Sensation oder Neuheit, Glück beim Kartenziehen ist aber wegen der taktischen Momente nicht immer ausschlaggebend für einen Sieg.

OLIVER WOLFF


Ausgepackt!
Mister X e.V.