Vor uns liegt der Plan einer mittelalterlichen orientalischen Festung, auf dem der Weg in den Palast des Kalifen vorgezeichnet ist.
Dieser Weg besteht aus Feldern, auf denen die Gestalten, die im Palast leben, abgebildet sind (Wächter, Diener, Eunuch, Fakir, Haremsdame), die sich regelmäßig abwechseln.
Das Ziel des Spieles besteht nun darin, auf diesem Weg auf den Thron des Kalifen zu kommen.
Jeder Spieler erhält eine Spielfigur, einen Dieb sowie ein Grabbelsäckchen mit zehn Goldstücken.
Daneben werden fünf Personenkarten nebeneinander abgelegt und nacheinander aufgedeckt, auf denen die obigen Personen dem Zufall entsprechend abgebildet sind.
Diese Gestalten werden nun bestochen, wodurch derjenige, der am meisten bietet, seine Spielfigur auf das jeweils nächste Feld setzen darf, auf dem die entsprechende Figur abgebildet ist.
Ist zum Beispiel auf der ersten Personenkarte ein Eunuch abgebildet, überlegt jeder Spieler für sich, wie groß der Nutzen für ihn ist auf dieses entsprechende Feld zu gelangen.
Dann greift er in sein Grabbelsäckchen und nimmt, unsichtbar für die Mitspieler, eine bestimmte Anzahl Goldstücke heraus.
Ist dieses geschehen, öffnen alle Mitspieler ihre Hand und es wird ermittelt, wer am meisten geboten hat.
Dieser darf nun seine Spielfigur weiterziehen.
Zunächst werden vier Bestechungen auf diese Art und Weise durchgeführt.
Bei der jeweils fünften Bestechung muß derjenige eine entsprechende Anzahl von Feldern zurück, der am wenigsten geboten hat.
| Bakschisch | |
|---|---|
| Verlag | Goldsieber |
| Spieler | 2 bis 4 |
| Alter | ab 8 Jahren |
| Wertung | |
| Stefan Weltin | ![]() |
| Dirk Horster | ![]() |
Bakschisch ist sicherlich ein schönes Gesellschaftsspiel, jedoch muß man schon eine gewisse Vorliebe fürs Bluffen, Taktieren und Hinters-Licht-Führen haben. Die Spieldauer liegt zwischen 30 und 45 min., wodurch ein zu langatmiger Spielverlauf verhindert wird. Die Aufmachung und Ausführung ist ansprechend und solide.
STEFAN WELTIN