Billabong

billabo.jpg 18 KB Der Autor von Billabong, Eric Solomon, ist nicht nur Spiele-, sondern auch Computerspezialist. In seinem Buch Games Programming beschrieb er zum ersten Mal, wie man sein Spiel Billabong einem Computer beibringen kann. Nur war Billabong aber eigentlich einviel zu gutes Spiel, um es nur den Computern zu überlassen. Eine Verkleinerung des Spielfeldes sowie der Einführung des Schiedrichter-Känguruhs machten es möglich: Fertig war das Billabong für alle!

Während des Spielverlaufes veranstalten bis zu 20 Känguruhs ein Wetthüpfen rund um einen kleinen See - den Billabong. Jeder Spieler führt dabei ein fünfköpfiges Känguruh-Team. Die Känguruhs sind jeweils Holzsteine einer Farbe. Es gilt, als Erster alle seine Känguruhs über die Start-(Ziel)-Linie im Uhrzeigersinn um den Billabong herumzuführen und sie dann wieder über die (Start-)Ziel-Linie hinauszuziehen. Und damit bei dem großen Wetthüpfen auch alles korrekt abläuft, gibt es noch ein Schiedsrichter-Känguruh - den schwarzen Spielstein.

Billabong
Verlag Franjos
Autor Eric Solomon
Spieler 2 bis 4
Alter ab 10 Jahren
Wertung
Steffi Hantich fuenf.gif 1 KB
Hanni Fell vier.gif 1 KB
Silvia Kapp sechs.gif 1 KB
Und so läuft das rasante Spiel ab: Jeder Spieler erhält die 5 Känguruh-Spielsteine einer Farbe. Reihum setzt jeder Spieler jeweils eines seiner Känguruhs auf ein beliebiges, aber freies Feld des Spielplanes. Dabei muß er bedenken, daß jedes Känguruh zunächst einmal die Start-Ziel-Linie im Uhrzeigersinn überqueren muß, bevor es das eigentliche wetthüpfen um den Billabong beginnt. Sind alle Känguruhs platziert, beginnt reihum das Hüpfen. Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder das Känguruh wandert auf ein direkt benachbartes freies Feld, oder es springt über ein anderes Känguruh beliebiger Farbe. Es darf bei jedem Sprung genau ein anderes überspringen und muß dann auf einem freien Feld landen, das exakt so weit von dem übersprungenen Känguruh entfernt ist, wie das Ausgangsfeld des Sprunges.

Einer der aufregensten Momente ist immer die Entdeckung einer Sprungserie, die ein Känguruh besonders weit voranbringt. Beim korrekten Ausführen einer derartigen Serie können dann aber auch leicht Fehler gemacht werden. Aus diesem Grunde gibt es das Schiedsrichter-Känguruh. Zu Beginn einer Serie wird das Ausgangsfeld einfach mit dem schwarzen Spielstein markiert. Gewonnen hat - wie gesagt - der Spieler, der zuerst wieder alle fünf Känguruhs über die Start-Ziel-Linie gezogen hat.

Billabong ist ein rasantes Spiel, das erstaunliche Möglichkeiten bietet. Man muß immer damit rechnen, daß ein Mitspieler eine schöne Sprungserie vermasselt, indem er ein eingeplantes Känguruh vorher wegzieht. Es gibt also keine festgelegten Züge oder Erö,ffnungsvarianten wie beim Schach. Billabong ist in erster Linie ein taktisches Spiel, eine kleine Portion Glück gehört jedoch auch dazu. Ein weiterer Pluspunkt de Spiels ist der Preis von ca 35 DM. Billabong hat sich den Platz auf der Auswahlliste zum Spiel des Jahres meines erachtens verdient. Billabong ist jederzeit spielenswert, da es immer wieder unterschiedliche Varianten erkennen läßt. Es wird nie langweilig.

STEFFI HANTICH


Ausgepackt!
Mister X e.V.