Das waren Zeiten!, als der Spielemarkt noch nicht mit einer Flut von Frage- und Antwortspielen überschwemmt wurde.
Bei der uns hier vorliegenden Ausführung müssen die Spieler, in zwei Teams, den Zeitpunkt eines Ereignisses einschätzen.
Sie haben dabei die Wahl, den Zeitraum durch Steckrahmen auf ein bis sieben Jahre festzulegen.
Jedes Team besitzt einen Satz dieser Rahmen, den es dazu auf ein Spielbrett setzt.
Ziel des Spiels ist es, alle sieben Steckrahmen durch eine richtige Einschätzung abzulegen.
Die ereignisse sind in fünf Kategorien (Schlagzeilen, Kino, Fernsehen, Musik und Dies & Das) unterteilt und werden mittels eines Würfels ermittelt. Es muss jeder für sich entscheiden, ob es ihn interessiert, wann Wolf Dieter Herrmann eitlen Sonnenschein im Frühstücksfernsehen von SAT 1 verbreitete oder wann Dorthe einen Playboy mit Wärst du doch in Düsseldorf geblieben zurechtwies. Wie dem auch sei: Trotz der Beschreibung auch gravierenderer Ereignisse ist der Spielverlauf recht eintönig; würfeln, lesen , schätzen und gegebenenfalls ablegen. Auch wenn es, bei genügned grossen Teams, unter Umständen zu interessanten Diskussionen kommt, so kann dies jedoch über die mangelhaften Spielmöglichkeiten nicht hinwegtäuschen.
| Das waren Zeiten | |
|---|---|
| Verlag | MB |
| Spieler | 2 und mehr |
| Alter | ab 12 Jahren |
| Wertung | |
| Norbert Fell | ![]() |
Aber fassen wir uns kurz und beschäftigen uns mit den positiven Seiten des Spiels. Der zeitliche Rahmen (1950-1990+) ermöglicht es Spielern unterschiedlichster Vorbildung, miteinander zu spielen, da sie einen Großteil des relevanten Zeitraums selbst miterlebt haben dürften. Bei anderen vergleichbaren spielen kommt es da unter Umständen zu Unmut, weil Chancengleichheit nicht immer gewährleistet ist.
NORBERT FELL