Orbit

orbit.jpg 15 KB Orbit ist eigentlich eine Spielesammlung. Erst beim Lesen der Spielanleitung wird einem mit Bestimmtheit bewußt, das sich hier nicht nur ein Spiel im Karton befindet, sonder gleich drei, die alle nach dem gleichen Spielprinzip funkionieren: Die Spielfiguren werden willkürlich auf den Spielplan plaziert, dann wird ein einsatz in die Mitte gelegt und mehrere Würfel geworfen. Somit ist dem Zufall genüge getan, und es liegt nun an der Kombinationsfähigkeit der Spieler, das beste aus der Vorgabe zu machen. Alle Spieler sind gleichzeitig in das Spielgeschehen eingebunden, so daß keine Langeweile aufkommt, höchstens Frustation, wenn einem die anderen ständig zuvorkommen...

Jedes der Spiele kommt mit einer zwei- bis dreiseitigen Beschreibung aus, im letzten Drittel des Heftes sind noch 20 Spielsituationen des Spiels Corona abgebildet, um das Spielprinzip zu trainieren. Auffällig ist das große Loch in der Spielplanmitte, in das die Einsätze eingebracht und gewürfelt werden. Das Spielbrett selbst in beidseitig bedruckt; ein Plan für Orbit mit 7 Feldern, die kreisförmig um das Loch angelegt sind und ein Plan für Harun und Corona mit 12 Feldern auf der anderen Seite. Der größte Teil des Spielmaterials besteht aus unterschiedlichen Spielfiuren, 14 farbigen Würfeln, einem Spezialwürfel für Orbit und 100 weißen Mühle-Steinen als Zählchips - alles aus Holz!

Orbit
Verlag Franckh-Kosmos
Autor Alex Randolph
Spieler 3 bis 10
Alter ab 12 Jahren
Wertung
Volker Lingelmann drei.gif 1 KBvier.gif 1 KB
Bei Orbit kommt es darauf an, welcher Spieler sich zuerst zu Wort meldet und seinen Symolstein auf einen der farbigen Trägersteine setzt, dann setzen alle anderen im Uhrzeigersinn ihre Markierungen. Anschließend werden die Steine in bestimmter Reihenfolge je nach Würfelwert gezogen. Beim Zusammentreffen von Trägersteinen wechseln die Spielchips den Besitzer, trifft der eigene Trägerstein auf zwei andere, bekommt man den Pool aus der Mitte. Nach dreimaligem Leeren des Pools kann jeder das Spiel beenden, der ihn nochmals leert; Sieger ist jedoch, wer die meisten chips hat. Gute Vorausplanung ist alles bei diesem Spiel.

Harun,Corona: Ein Spiel für beliebig viele Spieler (laut Anleitung), empfehlenswert sind 3 bis 10 Personen. Die Spieler müssen hier überlegen, welchen Würfel sie welcher Spielfigur zuordnen, um sie anschließend soviele weiter zu ziehen, wie der aufgesetzte Würfel Augen zeigt. Hierbei werden Punkte für das Zusammentreffen der Steine vergeben. Dem Spiel liegt eine Sanduhr mit einer Minute Laufzeit bei. In dieser Zeit müssen die Spieler ausrechnen/abschätzen, wieviele Punkte sie durch das Zuteilen und Ziehen erreichen können, wobei sie sich gegenseitig überbieten können. Wird die angekündigte Punktzahl erreicht, bekommt der/die Höchstbietende Chips von den Mitspielern, anderenfalls müssen eigene chips abgegeben werden. Harun und Corona unterscheiden sich eigentlich nur in der Art, wie die Punkte errechnet werden. Harun war laut Anleitung als Einstiegsspiel zu Corona gedacht und bereits 1984 unter dem gleichen Titel in einer kleinen, liebevollen Auflage erschienen. Corona war unter dem gleichen titel schon in den 70er Jahren in einer der vom Otto Maier Verlag herausgegebenen Buchkasetten erhätlich.

Eiztiger Kritikpunkt ist der gemeinsame Spiele-Hintergrund in Form eines Sonnensystems mit Planeten, der willkürlich gewählt erscheint. Ein abstraktes Spielkonzept ohen Hintergrund hätte zu diesem Spiel für Schnelldenker vielleicht besser gepßt.

VOLKER LINGELMANN


Ausgepackt!
Mister X e.V.