Spekulieren, taktieren, fusionieren, mit Hotels den Gegner in die Pleite führen.
Dieser Satz auf dem Karton sagt eigentlich schon alles über Acquire aus.
Vielen altgedienten Spielern ist dieser Name ohnehin ein Begriff, denn Acquire von Sid Sackson ist in dieser Form schon vor Jahren veröffentlich worden und inzwischen zu einem begehrten Sammelobjekt avanciert.
Einige Versuche, das Spiel in ähnlicher Form, aber unter anderem Namen auf den Markt zu bringen, waren dagegen nicht sehr erfolgreich.
Nun ist es freilich unter dem alten Namen und mit fast orginalem Inhalt zu kaufen - es ist das Highlight der diesjä,hrigen Autoren-Edition von Schmidt.
Doch nun zum Spiel selbst: Als Aktionär einiger Hotelketten muß man versuchen, seine Hotelketten zu vergrößern oder durch geschickte Fusionen sein Barvermögen aufzustocken. Dazu verfügt jeder Spieler über Karten (auf der Hand), die die Bauplätze von Hotels bezeichnen und taktisch geschickt ausgespielt werden müssen, um so - basierend auf einem einzigen Hotel - eine ganze Kette aufzubauen. Von diesen Ketten können Aktien erworben werden, die - je größer eine kette ist - natürlich im wert steigen. Im Laufe von Acquire wachsen die Ketten munter, Taktik und Bluff sind Tür und Tor geöffnet. Der reiz dieses Spieles liegt darin, daß die Ketten unweigerlich zusammenstoßen, und es somit zu Fusionen kommt. Nun zeigt es sich, wer die rechte Taktik gehabt hat, denn Mehrheitsaktionäre können dabei richtig abkassieren und somit das Kapital zum Ankauf weiterer Aktien erlangen.
| Acquire | |
|---|---|
| Verlag | Schmidt |
| Autor | Sid Sackson |
| Spieler | 2 bis 6 |
| Alter | ab 12 Jahren |
| Wertung | |
| Armin Romahn | ![]() |
Da das orginal von Acquire auf den Spielmärkten nun schon weit über dem Neupreis eines Schmidt-exemplars liegt und das Spiel weder an Reiz noch an Spaß verloren hat, kann man nur sagen: Wer gutes Geld für ein gutes Spiel ausgeben möchte, liegt mit Acquire ganz sicher nicht falsch.
ARMIN ROMAHN